20.04.2007
Bericht: Vernetzung der Wirtschaft Wohin?
Die Vernetzung der verschiedenen Wirtschaftssektoren stellt eine
Grundbedingung für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftssysteme in
Zukunft dar. Auch im Passeiertal.
Landwirtschaft, Tourismus, Handwerk, Handel und Industrie stehen in
unserer schnelllebigen Zeit mit globalen Ansprüchen vor neuen
Herausforderungen. Besonders im ländlichen Raum werden fehlende
Vernetzungen sofort sichtbar und geraten zum Nachteil aller
potentiellen Partner. Die Passeirer Wirtschaft sieht dieser Entwicklung
bereits seit Gründung des Konsortiums Passeier Wirtschaft entgegen und
reagiert mit Gemeinschaftsinitiativen, Informationsveranstaltungen und
Vorträgen.
Prof. Dr. Harald Pechlaner klärte bei seinem Impulsreferat am 19. April
darüber auf, wohin die Vernetzung der Wirtschaft geht und gehen soll.
Für ihn macht Vernetzung nur dann Sinn, wenn konkrete Zielsetzungen
damit verbunden sind: Eine wesentliche Zielsetzung besteht in der
Gestaltung von Einzigartigkeit bei Produkten und Dienstleistungen. Dies
wiederum setzt voraus, dass man sich bezüglich der Kernkompetenzen und
der Kernprodukte auch einig ist.
Prof. Pechlaner erläuterte im Rahmen seines Vortrages den Teilnehmern,
wo konkret die Schnittstellen zwischen den Sektoren der Wirtschaft
liegen und welche Chancen sich daraus für die Akteure aus
Landwirtschaft, Tourismus, Industrie, Handel und Handwerk ergeben.
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertretern aus den
verschiedenen Wirtschaftsbereichen ging es um die Themen: Braucht
die Wirtschaft überhaupt Kooperation? Sind Innovation und Kooperation
vereinbar? Welche Schnittstellen führen zum Erfolg?
In der Diskussionsrunde konnten auf konkret gestellte Fragen einige
befriedigende Antworten gefunden werden und neue Ideen der
Zusammenarbeit angedacht werden. Und das Konsortium Passeier Wirtschaft
hat einen weiteren Schritt getan, um die Wirtschaftstreiben den des
Tals tatkräftig zu unterstützen.
Zur Person:
Prof. Dr. Harald Pechlaner, Stiftungslehrstuhl Tourismus der
Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, wiss. Leiter des
Instituts für Regionalentwicklung und Standortmanagement der
Europäischen Akademie Bozen (EURAC research).





