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12.06.2013
Gemeinsam die Zukunft gestalten

„Zukunft 2030“ lautet der Titel eines ESF-geförderten Projektes, das in erster Linie der Abwanderung in gefährdeten Gemeinden Südtirols entgegenwirken soll. Hilfe zur Selbsthilfe lautet der Ansatz. Dabei wird in einer ersten Phase auf die professionelle Begleitung der EURAC gesetzt.

Das EURAC-Institut für Regionalentwicklung und Standortmanagement hat die Aufgabe übernommen, in insgesamt 14 Gemeinden im Passeier- und Ultental sowie am Deutschnonsberg und im Meraner Umland Potentiale und grundlegende Werte für die jeweilige Region zu identifizieren. Darauf aufbauend werden umsetzungsfähige Geschäftspläne für die Zielgebiete entwickelt. Die Arbeit erfolgt in Arbeitsgruppen gemeinsam mit den zentralen Akteuren aus Politik und Wirtschaft vor Ort. Beteiligt sind sowohl Bürgermeister, Gemeindevertreter, Touristiker, Landwirte als auch lokale Koordinatoren für Regionalentwicklung. Mit Unterstützung der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt wird ein zwischengemeindlicher Ansatz verfolgt, um gemeinsam den Herausforderungen zu begegnen, die nicht an den Gemeindegrenzen halt machen.

Untersucht werden folgende Fragestellungen: Wie kann das Potential von lokalen Produkten, wie beispielsweise dem Löwenzahn am Deutschnonsberg besser genutzt werden? Wie kann die Zusammenarbeit von Tourismus und Landwirtschaft vereinfacht werden? Unter welchen Bedingungen lassen sich die Mineralwasserquellen im Ultental stärker nutzen? Wie kann eine Höfe-Tour umgesetzt werden? Oder wie kann man einen sanften Wintertourismus einführen?

Aufbauend auf bestehenden Erfahrungen werden neue Ansätze und Ideen so konkret wie möglich ausgearbeitet. Für die Umsetzung ist es wichtig, die Zielsetzungen zu definieren, organisatorische Strukturen zu bestimmen und festzulegen, welchem Akteur vor Ort welche Aufgaben zukommen. Auch die Finanzierung und Vermarktung müssen geklärt werden. Mit diesen Punkten beschäftigte sich ein eigener Workshop, den das EURAC-Institut für Regionalentwicklung und Standortmanagement am 23. Mai 2013 im Vereinsaal von Schenna organisiert hat. Die Ergebnisse aus dem Workshop bieten den Arbeitsgruppen die Grundlage, an der weiteren Konkretisierung der geplanten Projekte zu arbeiten. 

Text und Bilder: Miriam L. Weiß

Weitere Informationen unter:
http://www.eurac.edu/Zukunft2030

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